Pumpy Road

Wie schon beim letzten mal gehört es wieder zu meinen Aufgaben, die Schulen von humedica zu besuchen um zu sehen, wie es läuft und was von nöten ist. Dieses mal war es aber zusätzlich noch eine Familienausfahrt der besonderen Art. Da mein Vater ja auch gerade in Äthiopien verweilt und ein geländegängiges –mehr oder weniger dazu später mehr – Fahrzeug besitzt und Simon und Susi auch gerade hier in Äthiopien sind, sind wir alle zusammen in die Bale Mountains aufgebrochen.

Von Hawassa geht es erst einmal 100km auf neuem Asphalt dahin, dafür braucht man auch nur 1,5 h, aber dann geht der spaß über „pumpy“ road los.

Die Gegend....a Traum!

Für die restlichen 140 km haben wir gute 4,5 h gebraucht, mit ersten kleineren Kühlungsproblemen am Auto. Die Steigungen fand der gute alte Mercedes GD nicht so super und hat etwas dampf abgelassen. Zum Glück war ein Trucker am Weg der uns mit Kühlwasser ausgeholfen hat. Für mich war es dieses mal auch eine entspanntere Fahrt, weil wir nicht auf nen Fahrer angewiesen waren und somit die Fahrt für uns einteilen konnten. Es war super interessant was in der Zwischenzeit in den Schulen passiert ist oder auch nicht. Aber eine Sache war, da hab ich gedacht, ich versteh die Welt nicht mehr. Die äthiopische Regierung war so freundlich und spendabel und hat der Schule in Hisu 7 nagelneue Phillips Flatscreeens bereitgestellt. Wir haben uns in der Schule ja auch über ab und an nen kurzen Filmbeitrag gefreut, also warum sollen es die Hisu-Kids nicht auch tun. Der kleine Haken in Hisu ist nur, das es im ganzen Ort und der Gegend gar KEINEN Strom zum betreiben des edlen Stücks gibt, somit stehen sie gut verschlossen in einem speziell angefertigten Schrank in jedem Klassenraum. Die äthiopische Regierung hab ich schon beim letzten mal nicht ganz verstanden. Ich war auch oft positiv überrascht. In den selbstgebauten Hütten ist jetzt Betonboden und eine kleine Bibliothek ist enstanden, meist durch Eigeninitative der Dorfgemeinschaft.

Safe the communtiy first

Alles in allem war es wieder eine Reise Wert und für Simon und Susi war es eine super Möglichkeit auch einmal eine Schule im hintersten Bergland zu besuchen.

Jetzt noch kurz auf unseren GD. Wir haben eine Hassliebe entwickelt! Er hat uns bis jetzt überall hingebracht wo er sollte, oft hat es aber sehr viel mehr Zeit als gedacht gebraucht. Am zweiten Tag wollte er in der früh nicht mehr anspringen, und erst hat auch das anschieben nicht helfen. Ich habe mir fast die lunge aus dem Hals gek……Dann haben wir gleich eine neue Batterie organisiert und einbauen lassen. Am nächsten morgen gleiches Bild. Der Bock will einfach nicht anspringen, dh es war wohl nicht die Batterie. Neue wieder ausgebaut und zurückgebracht und alte eingebaut. Dann gings wieder Richtung addis und schon gings wieder Bergauf und der Motor ist heißgelaufen. Dieses mal hatten wir schon allle nur möglichen Wasserflaschen gefüllt und im Kofferraum, aber auch die 16 liter haben nicht gereicht. Immer wieder anhalten, Wasser nachfüllen usw. Dann war das wasser aus und weit und breit keine Wasserstelle in Sicht. Ein vorbeifahrender Jeep hat mich dann mitgenommen zur nächsten Wasser(dreck)stelle und da haben wir wieder aufgefüllt. Wir sind bis oben gekommen und bergab gings dann im leer lauf. Der Tacho ist zwischenzeitlich auch ausgefallen aber das war ja nur das kleinste Übel. An jeder Wasserstelle haben wir wieder Flaschen gefüllt, Bach, Pfütze, Baustellenregentonne usw Irgendwann waren wir wieder auf der asphaltierten Straße und es ging ohne großes Kühlflüssigkeitsverlust dahin. 7h für 200km – mehr brauch ich nicht sagen. In Shashemene haben wir uns dann gemütlich einen Juice genommen, nach der langwierigen Fahrt und bis Hawassa sind es von dort aus nur noch 20km. Nach der Juice und Dinner sind wir dann richtung hawassa aufgebrochen, und dann war gerade ein schwerer Unfall passiert und man konnte die Straße nicht passieren.

Bild des Tages bzw der Tage

Es gibt nur eine Ausweichmöglichkeit, dreimal so lang und großteils über Piste. Gut trotzdem haben wir die Route gewählt. Das hat unserem weißen Stuttgarter Freund aber wieder nicht so gefallen und er hat die Temperaturanzeige schnell wieder in den roten Bereich getrieben. Wieder Wasserfüllen. Mittlerweile wars schon stockdunkel und das Licht des Autos ist wie zwei Taschenlampen die aber mehr in den Himmel zeigen als auf die Straße. Um 9.00 Uhr in der früh aufgebrochen und abends um 21.45 uhr in Hawassa angekommen, für 240 km nicht schlecht.

Morgen geht’s weiter in Richtung jimma. Unser Auto war heut nochmal in der Werkstatt hoffen wir das er dieses mal nicht so viel kühlwasser braucht. Das war s mal wieder aus der Mountens-erlebnis-box

Gruß Martin

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2 Gedanken zu “Pumpy Road

  1. genieße die Zeit in Äthiopien! cool, dass du vor deiner Aufgabe noch einmal dorthin fahren konntest. Isch halt scho viel besser als Schwarzwald 🙂 Gruß an Simon, Susi und deinen lieben Papa.

  2. mmmhhhh die gute alte G-Klasse, sonst so zuverlässig ! aber zum glück seid ihr ja trotzdem mehr oder weniger gut angekommen ;-)!! das mit den fernsehern ist ja nett gedacht, aber nicht gut gemacht. das geld hätte man in den schulen auch andersweitig einsetzen können. aber vielleicht kommt ja eines tages abhilfe via photovoltaik ( insofern dafür geld zur verfügung gestellt wird)! ich wünsch euch noch eine gute weiterreise und viel glück mit dem guten benz 🙂 auf mehr solch gute beiträge….grüße sebi

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