Urlaub im Auto

Die Fahrt über Stunden hinweg bis ans Ziel ist meistens nicht gerade angenehem, aber für ein paar schöne Tage nehmen es die meisten gern auf sich. Wenn aber die Fahrt schon Urlaub ist, was will man mehr.

Dieses Mal waren wir nur noch zu zweit in ERDthiopia unterwegs. Ein funktionierendes Auto – gut, kurz vor der Heimkehr hat er dann doch noch mal seinen Heißsporn unter beweis gestellt – angenehmes Reisetempo, eine wunderschöne Bergige

sonnenaufgang in jimma

Landschaft, Affen und Rinderherden, frische Früchte am Straßenverkauf, traumhaftes Wetter. Da nimmt man 12/13h Autofahrt gerne auf sich. Unser Ziel war die Schule in Abiyu im Südwesten des Landes, wo uns auch ein zu reparierender Brunnen erwartete.

Wir wurden schon sehensüchtig erwartet, weil die komplette Schule schon Spalier stand und „Welcome“ rief. Echt ein schöner Empfang und es war dieses mal wirklich schön zu sehen, wie die Community zusammen gehört und auch was die Schule bewegt hat. Der Dorfälteste hat uns erzählt, das durch die Schule auch wieder unterstützung von der Behörde gekommen ist, es gibt jetzt einen Landwirtschaftsberater usw. Also passiert sogar noch mehr, neben der Möglichkeit schulische Bildung zu erlangen.

Mein Vater ist ja der Wasserpumpenfachmann. Wir hatten Glück und es war genau der Pumpentyp der sonst auch von humedica verbaut wird und somit hatte er alle Ersatzteile dabei. Ich konnte somit auch zum ersten mal sehen wie die Brunnengeschichte funktioniert und live miterleben, wie mein Vater auch hier in seiner Arbeit aufgeht. Er ist nun mal nicht der „färänschi“ der hinsteht und Anweisungen gibt, er ist ein Arbeiter und lebt das auch vor. Somit motiviert er die Community auch immer mitzuarbeiten. Es musste erst der Dreck aus dem brunnen geschafft werden um die neue Pumpe installieren zu können, und keiner der anwesenden hat sich getraut oder wollte es übernehmen. Mein Vater hat gesagt, er geht als erstes runter und startet aber dann muss einer von der Dorfgemeinschaft die Sache fortführen.

Mit gutem Beispiel voran

Und das hat dann gezogen. Wenn der Färänsch das macht dann vertrauen sie darauf das nichts schief geht. Es war auch für mich beeindruckend, wie die leute darauf reagieren. Schlussendlich konnten wir in den zwei Tagen wo wir vor Ort waren den Brunnen reparieren, was für uns und für die Community ein Erfolg war und wir zufrieden wieder Richtung Addis aufgebrochen sind.

Jetzt bleiben mir nur noch eineinhalb Tage und morgen Abend gehts schon wieder zurück in die Heimat. Aber in der Zeit wird mir bestimmt nicht langweilig, hab schon noch einige Appointments.

Hat mich gefreut das wieder so viele, vorbeigeschaut haben. Ich werd auch daheim nochmal einen kurzen Rückblick posten.

Eine guate Zeit und wir sehen uns hoffentlich bald mal, vielleicht hat ja der ein oder andere auch mal lust nach Erdthiopia, sorry Ethiopia aufzubrechen. Ein wunderschönes Land, das vielleicht ein etwas anderes Reiseziel wäre. Es gibt wunderschöne Ecken, und man läuft nich anddauernd 10 000 Pauschaltouristen über die Füße.

Salam

Martin

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